Synode Basel-Stadt genehmigt Rechnung 2018
Steuereinnahmen zu optimistisch budgetiert
Synode BS genehmigt Rechnung 2018 und totalrevidierte Steuerordnung
Die SteuereÂinÂnahÂmen blieben um eine MilÂlion Franken unter den ErwartunÂgen des BudÂgets 2018. Dank eines AufwÂerÂtungsÂgewinns im LiegenÂschaftsverÂmöÂgen hat die RechÂnung denÂnoch deutÂlich im Plus abgeschlossen. Trotz stetig sinkÂender MitÂgliederzahlen sind die SteuereÂinÂnahÂmen der Römisch-KatholisÂchen Kirche Basel-Stadt seit Jahren staÂbil. Auch wenn im verÂganÂgenen Jahr eine MilÂlion Franken weniger SteuerÂertrag in die RKK-Kassen floss als budÂgetiert, bedeutet das nicht die grosse Wende. Basis für den VoranÂschlag 2018 sei die ausserorÂdentlich gute RechÂnung 2016 geweÂsen, erläuterte der für die Finanzen zuständiÂge KirchenÂrat Patrick Kissling. Im VerÂgleÂich zum VorÂjahr 2017 ist der RückÂgang allerdÂings marÂginÂal. In Sachen MitÂgliederÂenÂtwickÂlung sei 2018 nicht sehr erfolÂgreÂich geweÂsen, hielt Kissling fest. Es gab deutÂlich weniger Zuzüge zu verzeÂichÂnen, und die AusÂtritte haben gegenüber 2017 zugenomÂmen.Den nicht erfüllÂten ErwartunÂgen bei den SteuereÂinÂnahÂmen steÂht ein AufwÂerÂtungsÂgewinn im LiegenÂschaftsverÂmöÂgen gegenüber. Dieser ergab sich aus der ÜberÂtraÂgung von GrundÂstückÂanÂteilen vom VerÂwalÂtungs- in das FinanzverÂmöÂgen im ZusamÂmenÂhang mit dem Neubau KirchenÂzenÂtrum St. ChristophoÂrus und einem MehrwÂert der LiegenÂschaft BruderÂholzaÂllee 140. Ohne diesen SonÂderÂefÂfekt fällt das ErgebÂnis gegenüber der RechÂnung 2017 und dem BudÂget 2018 deutÂlich schlechter aus. InkluÂsive AufwÂerÂtungsÂgewinn resulÂtiert ein ErtragsüberÂschuss von rund drei MilÂlioÂnen Franken. Dieser wird zum grössten Teil den ReserÂven für BautÂen VerÂwalÂtungsverÂmöÂgen zugewiesen.Die SynÂode genehmigte die RechÂnung 2018 ohne DiskusÂsion mit grossem Mehr.
Staat zieht Kirchensteuer ab 2021 ein
UnbeÂstritÂten war auch die totalÂreÂvÂiÂdierte SteuerordÂnung. BereÂits im HerbÂst 2018 hatÂte sich die SynÂode mit der TotalÂreÂviÂsion der kirchÂlichen SteuerordÂnung beschäftigt. Dabei ging es darum, die rechtliche GrundÂlage für VerÂanÂlaÂgung und Einzug der KirchenÂsÂteuer durch den KanÂton zu schafÂfen. Die von der SynÂode im NovemÂber gutÂgeÂheisÂsene neue VerÂsion wurde dem Regierungsrat zur GenehmiÂgung vorgelegt. Weil dieser in einiÂgen PunkÂten Bedarf für PräzisierunÂgen beziehungsweise AnpasÂsunÂgen sah, drehte die VorÂlage eine weitÂere Runde bei der SynÂode.Die UmstelÂlung auf VerÂanÂlaÂgung und Einzug durch den Staat erfolÂgt nun ein Jahr später als ursprünglich vorgeÂseÂhen. Konkret heisst das, dass die ordentliche Besteuerung 2019 und 2020 noch durch die kirchÂliche SteuerverÂwalÂtung erfolÂgt. Ab 2021 ist die kanÂtonale SteuerverÂwalÂtung auch für die KirchenÂsÂteuer zuständig. Dies heisst unter anderem, dass die kirchÂliche SteuerverÂwalÂtung ab 2021 keine ErlassÂgeÂsuche mehr bearÂbeitÂen kann.Wer finanzielle SchwierigkeitÂen habe, könne sich jedÂerzeit an die PfarÂrei wenÂden, hielt Kissling fest. ZusamÂmen mit der FachÂstelle Diakonie und den beteiligten Sozialarbeitern/innen werde eine kanÂtonÂalkirchÂliche Lösung für die BehandÂlung von ErlassÂgeÂsuchen (Abläufe, KriÂteÂrien, TransÂparenz und Entscheid) erarÂbeitÂet, die ab 2021 gelÂten werde. Zudem könne man von den ErfahrunÂgen in anderen KanÂtoÂnen, wo VerÂanÂlaÂgung und Einzug der KirchenÂsÂteuer durch den Staat schon lange Usus ist, profÂiÂtieren könÂnen.
RegÂuÂla Vogt-Kohler