
Von der Atombombe zum Olympischen Feuer
Es ist genau 76 Jahre her: Am 6. August 1945 fiel die AtomÂbombe auf HiroshiÂma, und drei Tage später auf NagasaÂki. Der trauÂrige Jahrestag fällt diesÂmal mit den OlympÂisÂchen SpieÂlen in Japan zusamÂmen – und das gibt dem Erzbischof von NagasaÂki zu denken. Die Botschaft des olympÂisÂchen Feuers laute, auf Japan gemünzt: «Nie wieder Bomben.» Das sagt Joseph MitÂsuaÂki TakaÂmi im InterÂview mit VatÂiÂcan News. TakaÂmi ist Bischof des größten japanisÂchen BisÂtums: NagasaÂki. Vor zwei Jahren konÂnte er den Papst in NagasaÂki willkomÂmen heisÂsen. Dabei zeichÂnete Franziskus das Bild einÂer Welt ohne AtomÂwafÂfen. «Die Zahl der ÜberÂlebenÂden der AtomÂbombenÂabÂwürfe schrumpft von Jahr zu Jahr», so der Bischof. «Aber sie hinÂterÂlassen uns eine wichtige, wertvolle Erfahrung. Sie muss vor allem an Kinder weitÂerÂverÂmitÂtelt werÂden – dieser ÜberÂgang ist, wie das auch der Papst immer wieder sagt, sehr wichtig. Das ZeugÂnis muss weitÂergegeben werÂden – auch durch MitÂtel wie Kino, LitÂerÂatur oder MediÂen. Wir müssen uns weitÂer bemühen, das Gedenken am Leben zu erhalÂten!» Die EntscheiÂdung des InterÂnaÂtionalen OlympÂisÂchen KomiÂtees (IOC), keine Schweigeminute bei den SpieÂlen abzuhalÂten, stösst bei vieÂlen JapanÂern auf UnverÂständÂnis und KriÂtik. Bischof TakaÂmi will trotzÂdem an die FriedensÂbotschaft von Olympia glauben.


